Inhaltsbereich
Westwall-Markt soll zum echten Begegnungsort werden
Veröffentlicht am: 01.04.2025
v.l.n.r.: Gemeinsam für einen attraktiveren Markt am Westwall: Designerin Carla Osebold, Simon Schild (Trägerwerk für christliche Jugendarbeit), Tanja Kirschboy (Kindertafel), Thomas Jansen (Mobifant), Markthändlerin Ulla Treichel und Claire Neidhardt (Leiterin Stadtmarketing). Bild: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Dirk Jochmann
Der Krefelder Wochenmarkt auf dem Westwall soll attraktiver werden. Gemeinsam mit der Händlerschaft und weiteren Partnern hat die Stadt Krefeld verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung des Marktes vorgestellt. Sie reichen von Vergünstigungen bei den Gebühren über gestalterische Eingriffe bis hin zur besseren Vermarktung. „Mit diesem Paket haben wir eine Lösung, die alle mittragen und die das Areal insgesamt aufwerten wird", sagt Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. „Die Märkte am Dienstag und Freitag haben weiterhin großes Potenzial für die Innenstadt. Mit behutsamen Veränderungen wird es uns gemeinsam gelingen, sie für Händler und Kunden wieder attraktiver zu machen."
So soll der schwächelnde Dienstagsmarkt unter anderem dadurch gestärkt werden, dass Beschicker nur die Hälfte der Standgebühren zahlen, sofern sie auch freitags vor Ort sind. Für den Stromverbrauch gelten vereinfachte Abrechnungsmodelle. Organisatorisch sollen die Beschicker so zusammenrücken, dass weniger Lücken entstehen. Wechselnde Foodtrucks sorgen für ein Mittagstisch-Angebot. Besonders auffällig werden die optischen Veränderungen sein. So sollen vermutlich ab Mai über dem Areal bunte Sonnensegel gespannt werden. Mobiles Grün mit Sitzgelegenheiten wird testweise aufgestellt, und die Gestaltung und Bepflanzung der Baumscheiben sollen sich verändern.
Die Designerin Carla Osebold bringt zudem in mehreren Workshops mit Kindern Obst- und Gemüseillustrationen mit Kreidefarbe auf den Asphalt auf. „Ich habe mich bewusst für regionale und saisonale Sorten entschieden - keine Bananen, dafür Äpfel, Birnen, Kirschen und Erdbeeren", erklärt die junge Gestalterin. Ihre Mitmachaktion „Kunterbunter Straßengarten" für Kinder ab acht Jahren wird in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Rund um St. Josef an vier Terminen in den Ferien angeboten: 25. April, 18. Juli, 22. August und 17. Oktober, jeweils 12 Uhr. Eine Anmeldung ist über info@bi-krefeld.de möglich.
Neben diesen sichtbaren Appetitmachern auf dem Asphalt sollen auch Banner und Schilder besser auf den Markt hinweisen. Mit kurzen Clips und Fotostrecken wird die Online-Werbung für die traditionsreichen Märkte verstärkt. „Unsere Familie steht seit 70 Jahren auf diesem Markt", sagt die Händlerin Ulla Treichel. „Die jetzt vorgeschlagenen Veränderungen werden durchweg positiv aufgenommen, das kommt auch bei den Kunden gut an. Der Markt muss wieder ein Begegnungsort werden, wo man sich gerne aufhält und ins Gespräch kommt."
Für ein zusätzliches Angebot sorgt auch das Trägerwerk für christliche Jugendarbeit mit der beliebten Spielaktion „Mobifant". In Kooperation mit der Kindertafel wurde ein Containerdorf auf dem Westwall aufgebaut, wo für Kinder von 12 bis 18 Uhr ein warmes Mittagessen, eine Hausaufgabenbetreuung und natürlich Spielangebote zur Verfügung stehen. „Dieses Angebot gab es sonst im alten CVJM-Haus, das jetzt renoviert werden muss", sagt Simon Schild, Geschäftsführer des Trägerwerks. „Seit wir vor einer Woche die Container aufgebaut haben, schauen deutlich mehr Kinder bei uns vorbei als vorher", ergänzt Einrichtungsleiter Thomas Jansen. Die Köchin, die täglich das Mittagessen vorbereitet, kann dafür auf dem Markt direkt nebenan einkaufen, berichtet Tanja Kirschboy von der Kindertafel. Und auch die Markthändler haben einen Vorteil durch das benachbarte Containerdorf: Sie können an langen Markttagen künftig die dortigen Toiletten mitbenutzen.